Nationalparks in Nicaragua

Neben historischen Städten, rauchenden Vulkanen und freundlichen Menschen bezaubert Nicaragua auch durch eine immense Vielfalt an Flora und Fauna. Ein Teil davon wird in Nationalparks und Naturschutzgebieten geschützt.

         

Rio Indio Maiz Naturreservat
Das Naturschutzgebiet Rio Indio Maiz befindet sich im südöstlichen Nicaragua, am Rio San Juan. Der Regenwald mit einer Ausdehnung von etwa 450`000 Hektar bietet eine immense Biodiversität. Auf diesem relativ kleinen Gebiet finden sich mehr Bäume, Insekten und Vögel wie in ganz Europa. Etwa vierhundert Vogelarten, zweihundert Reptilienarten und verschiede Arten von Wildkatzen finden hier Heimat. Alle in Nicaragua bekannten Affenarten hangeln sich durch das Dickicht. Unter den Säugetieren befinden sich auch Puma, Jaguar, Wildschwein, Gürteltier und Faultier. In den Gewässern und im Rio San Juan zahlreiche Fischarten, Flussschildkröten und der weltweit einzige Süßwasser-Hai. Unter den Vögeln sind Ara, Tukan, Kolibri und viele weitere farbenprächtige, gefiederte Exoten zu sehen.


Es gibt mehrere Möglichkeiten das Naturparadies zu erreichen. Eine führt über das historische Städtchen El Castillo, von wo aus Boots und Wandertouren möglich sind. El Castillo wurde 1671 erbaut um englische Freibeuter abzuwehren, welche regelmäßig den Rio San Juan hochsegelten und spanische Niederlassungen plünderten. El Castillo ist mit dem Boot ab San Carlos zu erreichen

Eine weitere Möglichkeit besteht ab San Juan de Nicaragua (San Juan del Norte) an der karibischen Küste, von wo aus über den Rio Indio Zugang ins Reservat besteht. Auch San Juan ist per Boot ab San Carlos zu erreichen.

Weblinks:

El Escondite San Juan

Bilder zum Rio Indio Maiz

   

Naturschutzgebiet Bosawas

Das 1997 von der UNESCO ins Weltnaturerbe aufgenommene Reservat ist mit etwa zwei Millionen Hektar das größte Naturschutzgebiet von Nicaragua.

Das hügelige Gebiet mit zahlreichen Flüssen und ursprünglichem Regenwald ist auch Heimat der Mayangna (Sumo), und Miskito, den indigenen Ureinwohnern.

Die immense Artenvielfalt der Flora bietet vielen Tieren Lebensraum. Über siebenhundert Vogelarten fliegen über das grüne Blätterdach des Regenwaldes, darunter Quetzal und Ara, unter den Säugetieren ist Puma, Jaguar und Tapir zu finden. Tausende farbenprächtige Schmetterlinge flattern durch die tropische Luft und Insekten gibt es in Myriaden. Es soll ein bis zweihunderttausend Insektenarten geben.


Durch das Fehlen von Straßen ist der Zugang relativ schwierig. Zugänglich ist das Naturschutzgebiet unter anderem über das Bergbaustädtchen Siuna welches ab Managua per Bus in etwa neun Stunden oder bequem mit dem Flugzeug zu erreichen ist. Von da aus geht es weiter zum kleinen Ort El Hormiguero von wo aus Touren mit Guide in das Schutzgebiet möglich sind. Im kleinen Ort gibt es zurzeit noch kein Hotel aber eventuell finden sich über die Guides rustikale Übernachtungsmöglichkeiten. Ansonsten muss am Abend wieder nach Siuna gefahren werden, wo es mehrere Unterkünfte gibt.

Weblinks:

Bilder zum Bosawas

   

Weitere Naturschutzgebiete

Insgesamt gibt es in Nicaragua 78 Naturschutzgebiete:

  • Los Cayos Miskitos (Keys im Karibischen Meer, etwa 45 Kilometer vor der Küste)
  • Miraflor Naturreservat (in der Nähe von Esteli)
  • Insel Juan Venado Naturreservat ( Im Pazifik unweit der Küste vor Leon, Las Penitas)
  • Vulkan Masaya Nationalpark (bei Masaya)
  • Vulkan Mombacho Naturschutzgebiet (bei Granada)
  • Zapatera Archipelago Nationalpark (im Lago de Nicaragua)
  • La Flor y Río Escalante Chacocente Schutzgebiet (Pazifikküste)
  • Vulkan Maderas ( Insel Ometepe, Lago de Nicaragua)
  • Los Gatuzos Schutzgebiet (südlich des Lago de Nicaragua)

Weitere Info: Sistema Nacional de Información Ambiental (SINIA-MARENA)

 

 

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